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Tschechien und die GE unterzeichneten einen Vertrag über die Entstehung des Zentrums für neue Propellerturbinenluftstrahltriebwerke

In die Lieferungen von Komponenten für die Produktion schlossen sich in der Größenordnung von Milliarden Kronen auch tschechische Firmen an, und mit der GE werden auch die tschechischen Hochschulen bedeutsam kooperieren.

20.10.2016

Der stellvertretende Vorsitzende der GE, John Rice, der Minister für Industrie und Handel, Jan Mládek, und der Generaldirektor der CzechInvest, Karel Kučera, haben heute, am 20. Oktober 2016 den Investitionsvertrag über die Entstehung des Zentrums für Entwicklung, Testen und Produktion von Propellerturbinenluftstrahltriebwerken ATP (Advanced Turboprop) unterzeichnet.

In diesem Moment ist der Motor in der Entwicklungsphase, an der sich bereits die ersten Hundert der 500 Arbeitsplätze beteiligen, die die GE in Zusammenhang mit dem Projekt in Tschechien zu schaffen plant. Die Produktion wird bis Ende 2022 aufgenommen. Die erste Phase der Entwicklung, des Testens und der Produktion wird im bestehenden Betrieb in Letňany verlaufen, anschließend wird sie in neue Räume verlagert, die in diesem Moment noch gesucht werden.

„Durch dieses Zentrum reiht sich die Tschechische Republik an die Seite der internationalen Elite von nur vier Staaten die Flugmotoren herstellen und gleichzeitig exportieren, ein. Wir knüpfen dadurch an unsere reiche Luftfahrtgeschichte an, die hauptsächlich auf Spitzeningenieure begründet ist,“ sagt Karel Kučera, Generaldirektor der Agentur CzechInvest.

Bedeutend ist die Investition der GE auch dadurch, das sie in von Anfang an nicht nur die Produktion einschließt, sondern auch die Forschung und Entwicklung. Bisher war es üblich, dass die neuen Investoren hier zuerst die Produktion gründeten und erst nach Jahren breiteten sie sich auch in den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus. Gleichzeitig trägt sie in sich das Potential, dass bis zur Hälfte des weltweiten Markts dieses Motortyps gerade aus Tschechien bedient wird. Für die tschechische Luftfahrtindustrie könnte dies einen vergleichbaren Sektoreneffekt wie beispielsweise der Eintritt des Volkswagen-Konzerns in Škoda Auto für die tschechische Automobilindustrie haben.

Die CzechInvest verhandelt nun mit dem Investor über die eventuelle Einreichung eines Antrags auf einen Investitionsanreiz. Die Förderung in der Form eines Investitionsanreizes würde auf jeden Fall 25 Prozent der förderfähigen Ausgaben nicht überschreiten, wie aus dem Gesetz über Investitionsanreize hervorgeht. Die Höhe der Investition der GE ist in diesem Moment noch nicht bekannt, in Zusammenhang mit dem Projekt plant die Firma innerhalb Europas schätzungsweise 400 Mio. USD zu investieren, davon zum größten Teil gerade in Tschechischen.