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Im Jahr 2016 vereinbarte die CzechInvest Investitionen für 64 Milliarden Kronen

Jede Vierte ist High-tech

16.02.2017

Inländische und ausländische Unternehmen planen in der Tschechischen Republik auf der Grundlage von Vereinbarungen, die mit der CzechInvest im Jahr 2016 abgeschlossen wurden, mehr als 64 Milliarden Kronen die zu investieren. Um 20 Milliarden Kronen mehr als 2015. In 84 Fällen von Hundert handelt es sich um Expansionen von Firmen, die bereits in Tschechien tätig sind. Jede Vierte ist dabei ein sog. Hightech-Projekt, also ein Projekt mit höherem Mehrwert. Achtzig Prozent der Investitionsvorhaben will Investitionsanreize ausnutzen.

„Erwünschenswert ist die weitere Erhöhung des Anteils von Investitionen mit höherem Mehrwert. Eine Hilfe kann dabei die Anpassung des Systems der Investitionsanreize sein, die nicht nur auf neue Arbeitsplätze, sondern auch auf Lohnwachstum und Erhöhung des Lebensniveaus der Einwohner ausgerichtet sind,“ sagt der Minister für Industrie und Handel, Jan Mládek.

„Im Hinblick auf die Entwicklung der Wirtschaft beginnen auch die Kostenfaktoren für die Investoren eine geringere Rolle als in der Vergangenheit zu spielen. Eine Motivation für sie werden demgegenüber die bestehenden Qualitätsbedingungen für die langfristig nachhaltige Entwicklung in Richtung zu Investitionen mit höherem Mehrwert, die wir ihnen anbieten können,“ sagt der Generaldirektor der CzechInvest, Karel Kučera. „Egal, ob das die Stabilität und Sicherheit im Land, die Höhe des Lebensniveaus oder die Qualität der tschechischen Zulieferer ist, mit denen die Investoren zusammenarbeiten, auch wenn sie sich entscheiden, ihre Investition bei unseren Nachbarn zu platzieren,“ fügt er hinzu.

Vollkommen neue Investitionsprojekte gibt es 16, in 84 Fällen expandieren die Firmen, die bereits in der Tschechischen Republik tätig sind. Ausländische Investoren stehen hinter 78 Projekten, die inländischen hinter 21 Projekten. In einem Fall handelt es sich um ein gemeinsames Projekt in der Form eines Joint Ventures. Die meisten ausländischen Investitionsvorhaben handelte die CzechInvest mit Investoren aus Deutschland aus, 20 in der zusammengefassten Höhe von 9,3 Milliarden Kronen. Weiterhin mit Investoren aus Österreich (10 in der Höhe von 8,1 Mrd. CZK) und den Vereinigten Staaten von Amerika (10 in der Höhe von 4,4 Mrd. CZK). Zwischenjährlich erhöhte sich der Anteil der chinesischen Investitionen. Letztes Jahr sagten die chinesischen Investoren Investitionen für 3,2 Milliarden Kronen zu, zweimal mehr als im Jahr 2015.

Am häufigsten möchten Firmen aus dem Sektor der Kraftfahrzeugproduktion investieren, 22 Investitionsvorhaben in der zusammengefassten Höhe von 19,2 Milliarden Kronen. Weiterhin Firmen aus dem Sektor der metallurgischen und metallverarbeitenden Industrie (16 in der Höhe von 4,7 Mrd. CZK) und der Kunststoffindustrie (9 in der Höhe von 3,4 Mrd. CZK).

Am meisten planen die Firmen in der Region Ústí nad Labem und in der mährischschlesischen Region zu investieren, in beiden Fällen übereinstimmend je 13. Sie bringen in die Region Ústí nad Labem 24,1 Milliarden Kronen und schaffen 1.949 neue Arbeitsplätze. In die mährischschlesische Region bringen sie 4,6 Milliarden Kronen und schaffen 1.688 neue Arbeitsplätze. Die dritte Region in der Anzahl der von der CzechInvest ausgehandelten Investitionsvorhaben ist dann die Region Pilsen. Hier planen 10 Unternehmen 4,3 Milliarden Kronen zu investieren, und dadurch 1.117 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Die größte von der CzechInvest im Jahr 2016 ausgehandelte Investition ist die Expansion der Gesellschaft Karsit Automotive, s.r.o. in Trutnov. In die Erweiterung der Produktion von Teilen für die Automobilindustrie investiert hierbei die Gesellschaft 2,7 Milliarden Kronen, und sie plant, dadurch 230 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Es folgt die Expansion der Firma Benteler International Aktiengesellschaft, die in der Industriezone in Klášterec nad Ohří in die Produktion von Stahl- und Aluminiumteilen von Autokarosserien 2,5 Milliarden Kronen investiert, und dadurch will sie 576 neue Arbeitsplätze schaffen. Und die drittgrößte Investition ist das Zentrum für strategische Dienstleistungen der ursprünglich tschechischen Gesellschaft Kiwi.com, früher der Start-up Skypicker, die durch die Investition von 1,5 Milliarden Kronen 700 neue Arbeitsplätze schafft. Das ist nebenbei ein Ergebnis der langfristigen Unterstützung von tschechischen Start-ups von Seiten der Agentur CzechInvest.

Die Investoren verspüren derzeit markant den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, der eine Folge der Arbeitslosigkeit auf Rekordtief ist. Hinter dem Grund, dass viele Großinvestoren einem anderen Land vor der Tschechischen Republik den Vorzug geben, steht auch der Mangel an vorbereiteten Lokalitäten, wo sie in kurzer Zeit ihre Aktivitäten beginnen könnten. Es beschleunigt sich nämlich der selbige Investitionsprozess, vom Vorhaben bis zur Realisierung. Auch in dieser Hinsicht bleiben auch weiterhin die unverhältnismäßig langen Genehmigungsprozesse ein großer Nachteil des tschechischen Investitionsumfelds.

„Wir setzen ein erhöhtes Interesse von Investoren aus dem Luftfahrtsektor voraus, die auf Zuliefererebene dem Beispiel der GE Aviation folgen werden. Die Verhandlungen mit den tschechischen Zulieferern sind ansonsten schon ins Laufen gekommen. Man kann auch eine Belebung der Nachfrage von japanischen Investoren und die Verlagerung von Firmen die in Großbritannien tätig sind, nach Kontinentaleuropa erwarten,“ setzt Karel Kučera die Aussichten für die weiteren Jahre voraus. „In Zusammenhang mit der Orientierung von Tschechien auf Investitionen mit höherem Mehrwert sind gleichzeitig Abgänge von reinen Produktionsfirmen möglich, wo es billigere Arbeitskräfte gibt. Das würde jedoch auf der anderen Seite die heutzutage derart gesuchten Arbeitskräfte für Neuinvestitionen und Reinvestitionen freisetzen und könnte zu einem Lohnwachstum führen,“ fügt er hinzu.