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Die Digitalisierung der Industrieproduktion war ein Thema des Treffens von tschechischen und deutschen Firmen in Düsseldorf

Der bereits 7. Jahrgang des Wirtschaftsstammtisches Tschechien fand am Montag den 31. August 2015 statt.

03.09.2015
Die Digitalisierung der Industrieproduktion war ein Thema des Treffens von tschechischen und deutschen Firmen in Düsseldorf

Die Veranstaltung, die auf Gelegenheiten und Herausforderungen, die die Zukunft mit sich bringen, das Konzept Industrie 4.0 ausgerichtet war, fand unter der Schirmherrschaft des Konsulats der Tschechischen Republik in Düsseldorf, der Agentur für Wirtschaftsförderung in Nordrhein-Westfalen, der NRW Invest, und der Industrie- und Handelskammer Nordrhein-Westfalen statt.

Das Treffen eröffnete der tschechische Botschafter in Deutschland, Tomáš Jan Podivínský. An ihm beteiligten sich über 40 Vertreter des öffentlichen und privaten Sektors aus der Tschechischen Republik und Deutschland. Unter den Gästen war auch die Direktorin der OBI Česká republika, Yvonne Bergkessel. Konkrete Schritte, die zur Implementierung des Konzepts Industrie 4.0 in der Automobilindustrie unterlässlich sind, präsentierte hierbei die Direktorin des Unternehmens Škoda Auto in Deutschland, Imelda Labbé. Die Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit von Nordrhein-Westfalen und der Tschechischen Republik im Rahmen der Aktivitäten für die Unterstützung der Digitalisierung der Industrieproduktion skizzierte das Vorstandsmitglied der tschechisch-deutschen Industrie- und Handelskammer, Bernard Bauer.

Das Konzept Industrie 4.0, manchmal als vierte industrielle Revolution bezeichnet, soll die komplette Digitalisierung der gesamten Kette der Mehrwertschaffung bringen, von der Produktentwicklung über die Produktion, Logistik und Verkauf bis hin zum Service. In der Praxis würde das bedeuten, dass die sog. intelligenten werkproduzierten Produkte selber bestimmen, wie sie im Verlauf des Produktionsprozesses bearbeitet werden sollen, die Maschinen melden selber technische Störungen, und die Lager kontrollieren den Stand der Vorräte und informieren die Zulieferer über neue Bestellungen. Durch die Netzverbindung der einzelnen Niveaus entsteht das sog. Internet der Dinge, das die reale und virtuelle Welt einschließt. Das Konzept ist auf eine größere Flexibilität und finanzielle Einsparungen in der Produktion abgezielt, gleichzeitig erhöht sich wesentlich die Produktivität und es entstehen neue, innovative Geschäftsmodelle. Auf der anderen Seite bringt es eine Reihe von Fragen und Herausforderungen mit sich, wie es die Cyber-Sicherheit, die Vereinheitlichung der Qualität der IT Prozesse oder die Bearbeitung einer riesigen Datenmenge sind. Eine Herausforderung ist auch der Wandel des Arbeitsmarktes und der Bildung, insbesondere im Bereich technischer Fächer.

Das Konzept Industrie 4.0 wurde der Öffentlichkeit das erste Mal bei der Messe Hannover im Jahr 2011 vorgestellt. Das erste komplexe Dokument, das Empfehlungen für die Implementierung konkreter Schritte für die Einführung des Konzepts in die Praxis gab, präsentierte die deutsche Bundesregierung im Jahr 2013.

Die Agentur CzechInvest verfolgt die ursprünglich deutschen Gedanken der Digitalisierung der Produktions-Verkaufskette. Am Treffen in Düsseldorf beteiligte sich ihr Auslandsvertreter in Deutschland.