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Über 38 Millionen Euro für tschechische Biotechnologie-Start-ups

In der Tschechischen Republik wird ein neuer Investmentfond mit dem Schwerpunkt auf Spin-offs aus den Bereichen Naturwissenschaften, Medizin und Biotechnologie gegründet

Über 38 Millionen Euro für tschechische Biotechnologie-Start-ups Quelle: Adobe Stock

Der Fond konzentriert sich auf die Firmen, die den Ursprung in akademischen Institutionen in der Tschechischen Republik und den Nachbarländern haben. Der Fond wird dank einer erfolgreich ausgehandelten Zusammenarbeit von dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) und Inkubator i & i Prag eingerichtet. Inkubator gehört ins Innovationsökosystems des Instituts für Organische Chemie und Biochemie (IOCB) der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik.

Der EIF hat beschlossen, mehrere zehn Millionen Euro in den neu eingerichteten Fond zu investieren. i & i Prag, resp. seine Muttergesellschaft IOCB und die Akademie der Wissenschaften werden so Mitglieder einer sehr engen Gruppe von den bedeutendsten europäischen wissenschaftlichen Institutionen, die mit der Qualität ihrer wissenschaftlichen Arbeit und mit der Fähigkeit ihre Ergebnisse zu kommerzialisieren, den EIF zur Beteiligung an der Investitionszusammenarbeit überzeugen konnten.

Dazu gehören beispielsweise das Flämische Institut für Biotechnologie (Belgien), die Katholische Universität Leuven (Belgien), die Chalmers-Universität in Göteborg (Schweden), die Universität Manchester (Großbritannien) und das Karolinska-Institut in Solna (Schweden).

„EIF Anforderungen waren nicht einfach zu erfüllen und die Genehmigung für Zusammenarbeit vom EIF erfolgte nach mehr als zwei Jahren intensiver Diskussionen. Ausschlaggebend für den EIF war vor allem die Ergebnisse der Qualität der mit uns zusammenarbeitenden Forschungsinstitute sowie die bisherigen Erfolge der Spin-off-Unternehmen, die wir bereits in unserem Portfolio haben “, sagt RNDr. Ing. Jaromír Zahrádka, Ph.D., Direktor von i & i Prague.

„Dank dem Finanzen Mittel, das wir durch den EIF erhalten, können Dutzende von Projekten unterstützt werden, die die neuen Medikamente entwickelt, Diagnostika und innovativer Medizinprodukte betreffen, die sonst keine Chance auf weitere Entwicklung hätten. Wir verzeichnen bereits großes Interesse von bedeutenden tschechischen Universitäten und Forschungsinstituten an der Finanzierung ihren vorbereiteten Spin-offs “, fügt Zahrádka dazu.

„Bisher war Risikokapital für diese Ausgründungen in der Tschechischen Republik nicht sehr verfügbar. Die Tatsache, dass sich der Europäische Investitionsfond für eine Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften entschieden hat, zeigt, dass die Qualität vom ASCR durchgeführten Forschung seit langem auf dem Niveau vom weitesten fortgeschrittenen Länder Europas besteht“, fügt Prof. RNDr. Eva Zažímalová, CSc., Vorsitzender der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik.

„Bei CzechInvest folgen und unterstützen wir seit langem die innovativen Unternehmen, zu denen natürlich auch akademische Spin-offs gehören. Im vergangenen Jahr haben wir außerdem ein Manual veröffentlicht, das eine Synthese von Richtlinien enthält, wie unbegründete Bedenken bei der Spin-offs Einrichtung beseitigt werden können. Das auf IOCB Initiative eingerichtete Innovationsökosystem ist in vielerlei Hinsicht innovativ und wir versuchen das zwischen den beiden Institutionen geschlossene Memorandum zu kultivieren. Die Tatsache, dass die Zusammenarbeit zwischen i & i Prag und dem EIF die Finanzierungsmöglichkeiten für Spin-offs in der Tschechischen Republik erweitert, ist für uns eindeutig eine positive Nachricht “, sagt Doc. Ing. Jiří Krechl, CSc., der die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei CzechInvest verwaltet.

Der neue Fond wird in den nächsten Monaten eingerichtet, sobald die erforderlichen rechtlichen Verfahren und alle Verhandlungen über die Freigabe des Mittels aus dem EIF abgeschlossen sind. Neben i & i Prag und dem EIF sollten auch mehrere andere Investoren und Partner, mit denen die Verhandlungen in die Endphase einzutreten, in die Zusammenarbeit einbezogen werden.

Der neue Fond konzentriert sich hauptsächlich auf Spin-off-Unternehmen, die auf weltweit einzigartigen Technologien basieren, die an akademischen Einrichtungen in der Tschechischen Republik und in anderen EU-Mitgliedstaaten entwickelt wurden. Der Fond wird die Gründung solcher Unternehmen und ihre Entwicklung in den nächsten fünf Jahren mit mehr als CZK 1 mld. (38 Millionen Euro) unterstützen. Die ersten Investitionen sollten im Jahr 2021 getätigt werden.

Quelle: CHOCHB